Mehrere Mädchen mit Trommeln

Gleiche Rechte für alle Kinder

Appell zum Weltkindertag 2019

Aus Anlass des Weltkindertages am 20. September fordert die Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge, zu der auch das Paritätische Jugendwerk NRW (PJW NRW) gehört, dass das Recht auf Gleichbehandlung für jedes Kind gilt. Kein Kind darf benachteiligt werden, sei es wegen seines Geschlechts, seiner Herkunft und Abstammung, seiner Staatsbürgerschaft, seiner Sprache oder Religion, seiner Hautfarbe, aufgrund einer Behinderung, wegen seiner politischen Ansichten oder aus anderen Gründen (Artikel 2, UN-Kinderrechtskonvention).

Status der Eltern beeinflusst Entwicklungschancen der Kinder

Dass dies noch lange nicht Alltag ist, belegen verschiedene Studien. Nach wie vor beeinflussen die ökonomische Situation und der Bildungsstatus der Eltern die Entwicklungschancen ihrer Kinder. Geflüchtete Kinder erleben darüber hinaus einen erschwerten Zugang zu Bildung und dem Gesundheitswesen. Dabei gelten die Förder-, Schutz- und Beteiligungsrechte der UN-Kinderrechtskonvention für alle Kinder. Sie alle haben das Recht auf Leben und persönliche Entwicklung, auf die vorrangige Berücksichtigung des Kindeswohls, den Schutz vor Gewaltanwendung und Diskriminierung.

Geflüchtete Kinder vor Benachteiligung und Ausgrenzung schützen

Um geflüchtete Kinder aus Krisen- und Kriegsgebieten vor Benachteiligungen und Ausgrenzungen zu schützen, braucht es verstärkte Bemühungen. Die Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge bezieht eine eindeutige Position gegen jegliche Formen der Diskriminierung und des Rassismus gegen junge Geflüchtete. Von daher sind Angebote des Empowerment, der Selbstorganisation, der Partizipation sowie des Kindes- und Jugendschutzes aber auch Begegnungsprojekte der verbandlichen und offenen Jugendarbeit mit Geflüchteten und Projekte der interkulturellen Jugendarbeit zu fördern, da sie Diskriminierung abbauen und Gleichberechtigung fördern können.