Viele Pillen und ein Thermometer

Drug Checking Day

Untersuchung von Drogen als Baustein einer akzeptierenden Gesundheitsprävention auch für NRW gefordert

Drug-Checking-Angebote, also Möglichkeiten, illegale Substanzen auf ihre Zusammensetzung zu untersuchen, können Leben retten und müssen als Baustein einer akzeptierenden Gesundheitsprävention für Drogengebrauchende aufgebaut werden. Das fordert die Aidshilfe NRW, Mitgliedsorganisation im Paritätischen NRW, gemeinsam mit JES NRW und akzept – NRW anlässlich des Internationalen Drug Checking Days am 31. März.

Erster niedrigschwelliger Kontakt zu Beratungsangeboten


Drug Checking ist die chemische, quantitative wie qualitative Analyse psychoaktiver Substanzen, die auf dem Grau- oder Schwarzmarkt erworben wurden. Drug-Checking-Angebote können vielen Drogengebrauchenden einen erstmaligen, niedrigschwelligen Kontakt zum Drogenhilfesystem und damit auch mögliche weiterführende Kontakte zu Beratungs- und Therapieangeboten bieten. Dort erhalten sie dann Informationen zu Wirkungen und Risiken der untersuchten Substanzen, zu Safer Use und zum korrekten Verhalten in Drogennotfällen. In mehreren europäischen Städten hat sich das Drugchecking bereits als pragmatisches und effizientes Instrument der Prävention und Schadensminderung etabliert.

Drug Checking auch in NRW einführen


„Wir fordern, dass Drug Checking auch in NRW als wirksame Maßnahme der Schadensminderung in bestehende Safer-Use-Angebote integriert wird“, so Arne Kayser von der Aidshilfe NRW. „Ergänzend zu erfolgreichen Maßnahmen wie dem Spritzenautomatenprojekt und den Drogenkonsumräumen in NRW wäre das Testen von psychoaktiven Substanzen ein weiterer Beitrag dazu, Überdosierungen und Vergiftungen zu verhindern und ein risikobewusstes, reflektiertes Verhalten bei den Konsument*innen zu fördern.“

International Drug Checking Day


Der International Drug Checking Day am 31. März geht auf die Initiative einer Reihe von Organisationen zurück, die schadensminimierende Angebote für Drogengebrauchende anbieten und fördern. Bisher beteiligt sind Organisationen aus Australien, Dänemark, Irland, Italien, Großbritannien, Kanada, Portugal, der Slowakei, Spanien und den USA.